3te Aufgabe, Teil 2 – Webtop

30 11 2008

Ich habe mich für Protopage entschieden. Die Nutzerfreundlichkeit übertrifft meines Erachtens die der Konkurrenz-Plattformen. Besonders die Funktion einzelne Widgets einfach mit der Maus in ein anderes Tab zu ziehen gefällt mir gut. Bei Pageflakes ist es bei mir zudem zu einigen Problemen mit dem Browser gekommen – deshalb meine Entscheidung für Protopage.

Ich habe zunächst ein bisschen mit dem Erscheinungsbild meiner Seite gearbeitet. Am Ende bin ich jedoch mit dem blauen Hintergrund verblieben, der am Anfang schon da war. Als nächstes habe ich mir alle möglichen Widgets auf meine Seite gezogen und diese dann in verschiedene Tabs eingeordnet.

Meine Protopage - Tab "Unterhaltung"

Ja und dann noch das Seminar und die Teilnehmer als RSS Feed eingebunden und fertig.

Meine Protopage - Tab "E-Learning"

Weitere Aktualisierungen werden folgen.

[Bearbeitung der 3ten Aufgabe]





3te Aufgabe, Teil 1 – Feedback zum Feedback

30 11 2008

Als nächstes würde ich gerne Rückmeldung zum Feedback meiner Kommilitonen über meinen Beitrag (2te Aufgabe) geben. Generell hätte ich mir mehr Kritik erwartet, da ich doch einiges sehr kritisch und überspitzt formuliert hatte. Bisher habe ich jedoch erst zwei kritische Rückmeldungen gelesen, die ich natürlich nicht unkommentiert lassen möchte. Maggo86 kritisiert meine Einschätzung zum zukünftigen Lehrer:

Ich würde aber die Arbeit nicht auf “Research betreiben und Moderation” reduzieren. Dozierende – oder meietwegen e-Tutoren etc. – müssen nach wie vor didaktische Fragen berücksichtigen. Sie müssen Lehrkonzepte nach didaktischen Richtlinien erstellen, Hilfestellung geben, Leistungsnachweise anfertigen und korrigieren etc. Alles was man bisher auch getan hatte. Nun geschieht dies eben auf neuem Wege, daher sind eben neue Kompetenzen notwendig.

Maggo86 mag mit seiner Einschätzung da wohl recht haben. Es war natürlich eine sehr überspitzt formulierte Aussage meinerseits. Aber mein Gedankengang ging eigentlich gleich einen Schritt weiter. Warum sollte sich ein Lehrer beispielsweise die Mühe machen didaktische Richtlinien zu erstellen, wenn er auch diese schon im „Copy-Paste-Verfahren“ aus dem Internet ziehen kann. Research beschränkt sich ja nicht nur auf Inhalte, sondern kann auch auf Konzepte ausgedehnt werden. Entsteht einmal ein Entwurf, kann dieser flächendeckend ausgeführt werden.

Mit etwas Humor gesehen und um weiter bei Web 2.0 zu bleiben, könnte dieser Entwurf in einem Online-Projekt unter den betreffenden Lehrkörpern erarbeitet werden. Bleibt nur die Frage, wer dann als E-Tutor eingesetzt wird …

Auch Dandivonpferd hat eine abweichende Meinung gegenüber einer meiner Aussagen:

Dies bringt mich auch gleich zu meinem nächsten Punkt, wo ich Rhyminsimon widersprechen muss. Wie nun bereits mehrfach erwähnt, muss der Lehrinhalt in Anwendung von Web2.0-Tools in ein Projekt eingebettet werden. Ich versuchs mal an dem Beispiel von Wechs-Projekt zu erklären: Jeder Student/Schüler bekommt in dem Projekt “Welteroberung” eine Aufgabe zugewiesen: Der eine ist Präsident von USA, die andere Wirtschaftsministerin Russlands und so weiter. Jeder einzelne hat seine ganz eigenen Aufgaben und dennoch müssen alle zusammenarbeiten um das gemeinsame Ziel – Welterobern – zu erreichen. Da kann sich niemand in der Masse verstecken! Und da ist es egal ob es nun 20 Studenten sind oder 200.

Natürlich kann man sich dann in der Masse verstecken. Mehr Schüler/Studenten sind gleichzusetzen mit mehr Beiträgen. Der Lehrer / Dozent wird folglich weniger Zeit haben, sich mit den einzelnen bearbeiteten Aufgaben der Teilnehmer auseinander zu setzen – außer er hat eine übersteigerte, idealistische Berufsauffassung. Die Teilnehmerarbeiten werden folglich eher überflogen als genau analysiert. Der erste Eindruck wird immer mehr zählen, da der Lehrer weniger Zeit mit dem Betrachten der Teilnehmerarbeiten verwendet. Ein quantitativer, optisch schön gestalteter Beitrag würde im Vergleich zu einem qualitativen Text ohne optische Leckerbissen an Bedeutung gewinnen. Auch Plagiarismus würde zunehmen. Man kann sich nun ohne weiteres den Arbeiten der anderen Schüler / Studenten bedienen, die eine ähnliche Meinung beispielsweise im Projekt „Welteroberung“ vertreten. Diese werden dann ein bisschen umformuliert und schon hat man seine Aufgabe erledigt. Qualität abgeben ohne eigene Arbeitsqualität gezeigt zu haben – und keinem wird es auffallen in der Masse der Beiträge. Zudem wird es bei 200 Teilnehmern zweifelsohne zu Gruppenarbeit kommen, da sicherlich keine 200 verschiedenen Arbeitsaufträge formuliert werden. Und innerhalb einer Gruppe, in der es meist den ein oder anderen übereifrigen Teilnehmer gibt, ist es noch einfacher sich zu verstecken.

Dandi von Pferd fährt wie folgt fort:

Zumal hat der Dozent durch die Web2.0 Anwendungen einen viel besseren Überblick: er kann genau sehen, wenn jemand “faul” ist, da dieser kaum Blogeinträge verfasst, er kann sehen, wenn ein “Land dem Bach runter geht” und kann dann da auch gleich schauen wo das Problem liegt und persönliche und individuelle Hilfestellungen leisten. Im Frontalunterricht merkt der Lehrer meist erst an den schlechten Noten eines Schülers, dass er Probleme hat.

Da mag Dandi von Pferd teilweise recht haben, trotzdem teile ich seine Meinung nicht. Man mag vielleicht an der Anzahl der Beiträge messen können in welchen Bereichen sich der Arbeitseifer der Schüler bzw. Studenten bewegt. Doch sind wir schon so weit, dass der Lehrer nur noch Probleme bei der Arbeitsmotivation erkennen sollte (Stichwort: Leistungsgesellschaft). Sind die Tätigkeiten eines Lehrers nicht viel komplexer und eine ihrer Hauptaufgaben z.B. zwischenmenschliche Beziehungen bzw. die daraus resultierenden Probleme. Wie soll den ein Lehrer anhand der Beiträge auf einer Lernplattform erkennen können, dass ein Kind Probleme daheim hat, Verhaltensstörungen aufweist oder Integrationsprobleme hat. All dies sind doch Dinge, die man nur aus Beobachten – aus der Analyse von Verhalten, Gestik, Mimik, Gesprächen, etc. – ziehen kann. Online-Beiträge leisten da nur sehr begrenzt Hinweise. Dazu kommt noch, dass die Anonymität des Internets zum Aufbau einer Schein-Persönlichkeit beitragen kann. Ein selbstbewusstes Auftreten im Internet gibt keinen 100prozentigen Rückschluss auf vorhandenes Selbstbewusstsein in der Realität.





3te Aufgabe, Teil 1 – Feedback

30 11 2008

So – dann kommentiere ich doch mal ein paar Beiträge meiner Kommilitonen /-innen. Ich denk ich beschränke mich dabei auf einzelne Abschnitte, zu denen ich eine (teils) konträre Meinung habe. Ansonsten müsste ich jetzt zu oft sagen: „Da stimme ich zu“ …

Buttercup08 schreibt in ihrem Blog über den Vortrag von Michael Kerres:

Ich halte diese Ansätze für richtig, das Web 2.0 bringt neue Chancen mit sich und diese sollte man sich zu Nutze machen. Dass den Schülern nur die Inhalte und Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, ist eine gute Möglichkeit, ich halte diese Form allerdings noch nicht für alle Altersgruppen für geeignet. Studenten sind generell auf ihre Selbständigkeit angewiesen, aber Schüler brauchen noch mehr die Autorität des Lehrers.

Generell denke ich nicht, dass diese Aussage falsch ist. Dennoch müssen wir dabei beachten, dass Schüler oft mit Web 2.0 Applikationen aufgewachsen sind. Dadurch entsteht ein völlig neuer Bezug zu diesen, da die Schüler nicht erst lernen müssen mit bestimmten Anwendungen umzugehen, sondern diese längst Teil ihres Lebens sind (so wird es schon häufig der Fall und zukünftig wohl genereller Fall sein). Werden sie schon in der Grundschule mit Lernplattformen etc. vertraut, dann kommt die Selbstständigkeit dahinter dann auch von selbst.

Als nächstes möchte ich auf folgenden Abschnitt in Calliopes Blog-Eintrag eingehen:

Micheal Wesch spricht in seinem Vortrag zunächst ein Problem an welches auch ich  nur zu gut kenne: Man soll sich für ein Fach oder einen Kurs ein bestimmtes Buch kaufen und im Endeffekt liegt es nur zu Hause rum ohne dass man mal rein schaut oder es im Kurs wirklich braucht.

Hm – ich habe da ein ganz anderes Verständnis von Universität. Ich denke, dass uns diese zum Lernen animieren sollte und man sich in der Studienzeit möglichst viel Wissen aneignen sollte. Natürlich mag ein Buch nicht immer für das komplette Seminar relevant sein. Auch im Hinblick auf eine Klausur mag es nur bedingt eine Hilfe sein. Dennoch denke ich, dass man sich doch gerade in der Universität über den Tellerrand der Vorlesung oder des Seminars hinaus begeben sollte. Man lernt schließlich für das Leben und nicht ausschließlich für die anstehende Klausur. Natürlich bedarf es beim Lesen des Buches noch dem eigenen Interesse (berufliche Ziele und Seminarinhalte klaffen oft weit auseinander) sowie der persönlichen Motivation (welche leider auch bei mir öfters fehlt).

[Bearbeitung der 3ten Aufgabe]








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